Jago’s Geschichte

Vom Kettenhund zum Weltenbummler!

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Hallo! Mein Name ist JAGO, ich bin ein Australien Cattle Dog, und möchte euch gerne meine Geschichte erzählen:

Ich komme aus der Slowakei. Mit einem Kettenrest um meinen Hals wurde ich dort in einem Dorf aufgegriffen. Die Menschen denken, dass ich mich selbst befreit habe, nachdem ich im Wald ausgesetzt worden bin. Was wirklich passiert ist, erzähle ich euch lieber nicht. Die Menschen, denen ich im Dorf begegnet bin, hatten Mitleid mit mir und brachten mich in ein Tierheim in Nitra, einer Stadt in der Slowakei. Leider gab es dort 150 andere Hunde und nur 3 Pfleger und so saß ich ganz lange in einem Käfig fest. Ich wurde von Tag zu Tag immer trauriger. Was für ein mieses Leben!

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Eines Tages entdeckte mich die österreichische Tiervermittlung „Animal Hope Nitra“ und ich wurde von einer netten Österreicherin mit ihrem Auto aus Nitra abgeholt. Die Fahrt gefiel mir echt gut. In Österreich angekommen, bin ich in einer Pflegestelle auf einem Pferdehof gelandet. Da hat es mir schon ganz gut gefallen, aber ich wusste ja, dass ich nicht lange bleiben kann.

Nach kurzer Zeit kam ich nach Wilhelmsburg zur lieben Babsi, meiner neuen Pflegestelle. Sie hatte zwei andere Hunde, mit denen ich mich natürlich sehr gut vertragen habe, denn ich wusste, umso lieber ich bin, desto schneller finde ich ein Zuhause.

Nach drei Wochen meldete sich ein Pärchen aus Deutschland, dass gerade eine Weltreise macht. Boah, war ich aufgeregt, als sie mich besuchen wollten. Sie kamen mit einem riesen Gefährt, der Mann nannte es Unimog. Ich fragte mich: „Wie sieht es da drinnen wohl aus? Vielleicht darf ich nachher mal rein schauen.“ Lange unterhielten sie sich mit Babsi über mich und ich dachte schon, das nimmt kein Ende. Was die alles wissen wollten. Hatten wohl noch keinen Hund vorher. Ich muss wohl abwarten. Den Mann hab ich mir dann mal etwas genauer angeschaut und gemerkt: „Ja, der ist ganz nett“. Die Frau schien mir auch ok zu sein. Sie verabredeten mit Babsi mich übers Wochenende auf Probe im Unimog mitzunehmen. Ich hörte: „Hundeschule Wilhelmsburg“. Oh ja, das wäre cool. Endlich durfte ich mir auch den Unimog anschauen. Der könnte mir schon gefallen. Ich durfte auch gleich mitfahren. „Toller Sound“, dachte ich mir, „da leg ich mich gleich mal aufs Ohr und dös‘ eine Runde“.

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Auf dem Platz der Hundeschule in Wilhelmsburg gefiel es mir sehr gut. Jeden Tag kamen viele liebe Menschen vorbei. Karl und Eva mag ich sehr, sie haben dem Mann, nennt sich Benny, viel beigebracht. Karl ist nämlich Hundetrainer bei der Polizei. Thomas und Sabrina sind auch super lieb und ich hab sie echt gern. Von Thomas habe ich ganz viele Sachen geschenkt bekommen, Futter, Spielzeug uvm. Sabrina hat die Frau, sie heißt Tanja, medizinisch gut beraten und ausgestattet, denn sie kennt sich als Krankenschwester sehr gut aus.

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Benny trainierte viel mit mir und ging mit mir mehrfach über den Hundeparcour. Die Hindernisse sind ein Klacks für mich. Leckerli gab es auch immer, da macht das Ganze gleich noch viel mehr Spaß. Ich beobachte viel und kombiniere sehr schnell. Aufpassen gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

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Leider habe ich ein kleines Problem mit meinem linken Auge und die Beiden wollten das gerne wissen, was mir damals genau passiert ist. Babsi konnte für mich schon für Montag einen Termin beim Augenspezialisten organisieren. Mir war ganz mulmig zu Mute, ich möchte doch so gerne mit auf Weltreise gehen. Nach dem Termin beim Augenarzt stand es endgültig fest: Ich habe ein neues Zuhause! Babsi kam vorbei um die Bürokratie mit Herrchen und Frauchen abzuwickeln und es gab ein tolles Grillfest auf dem Platz der Hundeschule. Ich war natürlich dabei.

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Das Leben der beiden gefällt mir richtig gut: Action, Spaß und Entspannung. Genau so hab ich mir mein Leben vorgestellt. Mittlerweile liebe ich mein Herrchen über alles und würde ihn nie aus den Augen lassen. Auf Frauchen passe ich ganz gut auf, denn sie ist Herrchens Herrchen.

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Schade, dass wir nach einer Woche wieder weiter gezogen sind, dort wäre ich noch länger geblieben. Aber ich bin jetzt auch schon gespannt auf die große, weite Welt und was ich unterwegs alles entdecken kann. Vielleicht gibt es mal Gelegenheit einen Hasen oder Vogel zu jagen. Darf ich zwar nicht, aber mir jucken schon die Pfoten danach.

Jago, unser kleiner Zeitungsstar!

Die „Niederösterreichische Nachrichten“ haben einen tollen Artikel verfasst, aber lest selbst: Wilhelmsburg – Glückliche Fügung: Hund auf Weltreise

Meine Reiseabenteuer könnt ihr hier nach lesen:

Jago in Ungarn und Jago fliegt nach Kanada

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9 Gedanken zu “Jago’s Geschichte

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  5. Lieber Jago,
    dein Artikel über deine Herrchen habe ich mit Vergnügen verschlungen. Mein Frauchen, Rebekka, muss mir diese Zeilen jeden Abend als Gutenachtgeschichte vorlesen. Wir würden uns freuen, wenn du weiterhin in diesem literarischen Stil berichten würdest; bekommen wir dann die weiteren Reiseberichte als Berichterstattung aus deiner neutralen Sicht.
    In freudiger Erwartung grüßen dich die Eltern deines Herrchens.
    Viele Grüße auch an dein Frauchen, die dich beim Schreiben unterstützt.

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  6. Wir freuen uns so so sehr für euch!!! Und das, obwohl Tanni, so viel Respekt vor Hunden hat…unglaublich..total toll…Bela würde das auch gefallen 😉 Der fährt jetzt auch mit uns in den Urlaub, aber nur nach Holland 😉 liebe Grüße und knuddelt Jago, den Hübschen

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  7. Ach wie schön! Wir sind auch unterwegs mit unserer Katie. Sie ist aus einem Tötungslager in Spanien. An sich findet sie reisen super toll, nur das spielen und trainieren kommt manchmal zu kurz. Am liebsten entdeckt sie neue Natur und andere Hunde.
    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und Liebe für eure Reise!

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